Praxis für systemische Paarberatung

Infos Paarberatung

Fragen und Antworten zur Paarberatung:

In einer ersten Sitzung lernen wir einander kennen, besprechen Ihre Themen und klären Ihre Ziele. Wir arbeiten dann mit Ihren Themen lösungsorientiert. Am Ende der ersten Sitzung (und jeder weiteren Sitzung) entscheiden Sie, ob Sie wiederkommen möchten und wir vereinbaren dann gegebenenfalls einen weiteren Termin.

Als Abstand zwischen den Sitzungen ist meistens ein Zeitraum von vier Wochen hilfreich.
Ein Termin dauert 90 Minuten und kostet 150,-€.

Sie können mich gerne anrufen oder mir eine E-Mail schreiben. Falls ich nicht sofort ans Telefon gehen kann, melde mich so schnell wie möglich (in der Regel innerhalb von 24 Stunden) bei Ihnen zurück. Ich kann meist einen ersten Termin kurzfristig innerhalb von ein bis zwei Wochen anbieten.

Sie können mit meiner Unterstützung daran arbeiten, Ihre Beziehung und Ihre Kommunikation zu verbessern. Ein Schlüssel ist, aus dem Teufelskreis der Vorwürfe herauszukommen und stattdessen Wünsche aneinander zu formulieren.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, an positive Erlebnisse miteinander anzuknüpfen. Diese wieder mehr wahrzunehmen ist das Eine, wieder mehr positive Erlebnisse miteinander zu planen und zu haben ein weiterer Entwicklungsaspekt.

Die Themen in der Paarberatung / Paartherapie sind vielfältig, aber es gibt doch Themen, die häufiger vorkommen. Beispiele sind:

  • Die Ehe / Beziehung wieder lebendiger gestalten
  • Raus aus dem Alltagstrott wieder in gemeinsame positive Erlebnisse kommen
  • Konstruktiv streiten statt gegenseitig Vorwürfe abfeuern
  • Beratung zur Gestaltung der gemeinsamen Sexualität
  • Umgang mit Außenbeziehung (Seitensprung)
  • Gestaltung von Lebensphasen (z.B. Geburt oder Auszug der Kinder)
  • Entwicklung einer gemeinsamen Linie in der Kindererziehung
  • Verarbeitung von Schicksalsschlägen (z.B. Fehlgeburt, Totgeburt, etc.)
  • Klärung der Frage, ob man weiterhin die Beziehung oder eher eine Trennung will
  • Trennungsberatung
  • und einige andere Themen mehr…
    Sprechen Sie mich gerne an, ob Ihr Thema im Rahmen der Paarberatung / Paartherapie angegangen werden kann

Die einfache Antwort ist: „Nein!“ So einfach geht es nicht und das haben Sie sicher schon häufiger in Ihrer Paarbeziehung bemerkt, wenn Sie das versucht haben. Veränderungen in der Paarbeziehung sollten am besten von beiden Partnern ausgehen. Daran arbeiten wir in der Paarberatung.
Darüber hinaus ist eine Möglichkeit, selbst eigene Veränderungsschritte einzuleiten, um mit einem Aspekt des Verhaltens meiner Partnerin / meines Partners besser umgehen zu können.
Es gibt Themen in der Paarbeziehung, die veränderbar sind. Andere sind es nicht. Da stellt sich dann die Frage: Kann ich damit leben oder nicht? Wir arbeiten in der Beratung auch daran, das Eine (veränderbar) vom Anderen (nicht veränderbar) zu unterscheiden.

Natürlich kann ich nicht vorab sagen, wie oft Sie kommen sollten, damit Paarberatung für Sie hilfreich sein kann. Es gibt Paare, die in einigen wenigen Terminen hilfreiche Veränderungen einleiten konnten. Es gibt aber auch Paare, die mit ihren Themen längere Unterstützung wünschen und benötigen und dann häufiger zu mir kommen. Aus meiner Erfahrung heraus bin ich überzeugt, dass Sie nach einigen Sitzungen selbst einschätzen können, ob und wie viel Unterstützung Sie (noch) brauchen.
Der reguläre Abstand zwischen den Sitzungen beträgt vier Wochen. In akuten Krisen kann dieser Abstand verkürzt werden.
Bei längeren Verläufen verlängert sich meist auch der Abstand zwischen den Sitzungen.
Wann und ob die nächste Sitzung stattfinden soll, entscheiden Sie. Wir besprechen das immer am Ende einer Sitzung.

Ich bin „systemischer“ Paar- und Familientherapeut. Der Begriff „systemisch“ deutet darauf hin, dass wir in Beziehung zu anderen Menschen stehen, von diesen beeinflusst werden und unsererseits ebenfalls Einfluss auf Menschen ausüben. Das ist ganz besonders relevant in Liebesbeziehungen. Beide Partner gestalten gemeinsam die Paarbeziehung mit dem, was sie tun, aber auch mit dem, was sie unterlassen. Beide sind dafür verantwortlich, dass die Paarbeziehung heute so dasteht, wie sie sich gerade zeigt; im Positiven wie auch bei den gemeinsamen Herausforderungen.

Wenn Paare Streit, Konflikte miteinander haben, dann äußern sie oft Vorwürfe und nicht ihre Wünsche. Es passiert dann aber leider nichts Neues, weil immer wieder dieselben Vorwürfe hin und hergeworfen werden.
Wenn ich im Streit Vorwürfe höre, dann lasse ich meine „Jalousie“ runter und bereite in Gedanken höchstens meinen Gegenangriff vor. Ich denke dann sicher nicht darüber nach, was mein Partner / meine Partnerin eigentlich jetzt gerade von mir will. Eine ungute Dynamik.
In der Paartherapie unterstütze ich das Paar, die Vorwürfe in Wünsche, Bedürfnisse und berechtigte Interessen umzuformulieren. So gelingt es meinem Gegenüber viel besser, zu verstehen, was ich eigentlich im Moment von ihm brauche, mir von ihm wünsche. Wenn Ihnen das gelingt, haben Sie schon ein wichtiges negatives Muster durchbrochen.

Das Thema „Außenbeziehung“ (so nennen Paartherapeuten den Seitensprung) kommt in der Paarberatung recht häufig vor. Es ist ein schweres Thema, auch, weil beide zum Beginn der Paarberatung in der Regel recht unterschiedliche Bedürfnisse haben. Derjenige, der die Außenbeziehung hatte (also „fremd gegangen“ ist), will meist, dass das Thema schnell erledigt ist und man dazu übergehen kann, die gemeinsame weitere Beziehung zu planen. Hier spielt Scham und das schlechte Gewissen eine Rolle. Der andere fühlt sich häufig gedemütigt, hintergangen und zurückgestoßen. Für ihn ist es nicht so einfach, wieder schnell einzusteigen und die Beziehung fortzusetzen. Er braucht etwas mehr Zeit.
Wir schauen zunächst, was braucht der / die „Betrogene“ von dem, der die Außenbeziehung hatte, um überhaupt wieder eine gemeinsame Zukunft planen zu können.
Danach ist die Frage wichtig, ob ein Verzeihen möglich ist.
Ich arbeite dann mit Beiden daran, wie eine Beziehung zukünftig aussehen kann und was Beide brauchen und beitragen wollen, um sich darin wohlzufühlen. Hier sind beide Partner gefragt.

Nach einer Zeit von Problemen und Konflikten, die ein Paar miteinander erlebt, gelingt es oft immer weniger, positives Verhalten bei der Partnerin / dem Partner wahrzunehmen und anzuerkennen.  Durch die Konflikte rechnet man beim Anderen schon viel eher damit, dass er oder sie sich in Kürze wieder falsch verhalten wird. Dadurch geraten die positiven Ereignisse, die es in den meisten Fällen durchaus trotzdem gibt, in den Hintergrund. Es fühlt sich dann an, als gäbe es diese kleinen positiven Gesten, die kleinen netten, vielleicht liebevollen Ausnahmen von den Schwierigkeiten gar nicht mehr.

Aber es gibt sie, diese positiven Ausnahmen. Die „Kunst“ besteht darin, diese kleinen, guten Inseln im Zusammenleben wieder wahrzunehmen. Sich zu gestatten, es auch für möglich zu halten, dass der / die Andere es manchmal gut mit mir meint und das (wieder) wahrzunehmen.

Ein nächster Schritt ist, der Partnerin / dem Partner auch sagen zu können, was im Moment trotz der Schwierigkeiten gut läuft. Oder ihm sagen zu können, was ich an ihm schätze. Das beendet nicht die Probleme, verändert aber für einen kurzen Zeitraum den Fokus auf das, was funktioniert.
Vorsicht: Es könnte passieren, dass sie sich dadurch als Paar etwas besser miteinander fühlen, obwohl sie Probleme miteinander haben.